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Four Gates AG – vormals OFL Anlagenleasing AG

Die Namens- und Genussrechte an der OFL Anlagenleasing AG bezeichnet der Prospekt zwar als ,,klever angelegt'' im Ergebnis begegnet diese Prospektaussage aber erheblichen Bedenken.

Wir haben bei hier vertretenen Mandanten feststellen müssen, dass diese Anlageform grundsätzlich im Rahmen von Hautürgeschäften vertrieben wurde.

Zwischenzeitlich hat die Firma Four Gates AG mit Sitz in Bautzen die Rechte und Pflichten der OFL Leasing AG übernommen. Wie die Four Gates AG im Dezember 2011 mitteilt, wurden die Gewinnausschüttungen für die Jahre 2009 und 2010 der Genussrechtsinhaber ausgesetzt. Zwar erklärt die Geschäftsführung der Four Gates AG, dass dies im Interesse der Anleger geschehen sei.

Nachvollziehen können wir dies allerdings nicht.

Das Aussetzen der Gewinnausschüttungen kann nie im Interesse der Anleger sein, dies spricht viel mehr dafür, dass in der Vergangenheit möglicherweise nicht ordentlich mit dem Geld der Anleger gewirtschaftet wurde. Der Vertrieb hat in der Regel diese Form der Kapitalanlage als äußerst sicher bezeichnet. In einem hier bearbeiteten Fall wurde die Anlage ,,so sicher wie ein Sparbuch'' tituliert. Dass derartige Zusicherungen nicht zutreffen, zeigt die Entwicklung der Gesellschaft. Wir haben vor dem Hintergrund solcher falschen Versprechungen des Vertriebes und unserer Ansicht falschen Angaben im Rahmen des Prospektes die fristlose Kündigung der Beteiligung für den Mandanten erklärt.

Sollten auch Sie Bedenken an der positiven Entwicklung der Kapitalanlage haben und Verluste in diesem Bereich befürchten, sind wir gerne bereit, Sie gegenüber der Four Gates AG in aller Konsequenz zu vertreten.

DS-Rendite-Fonds Nr. 120 VLCC Leo Glory GmbH &Co. Tankschiff KG - Supertanker erleidet Schiffbruch und droht auseinanderzubrechen

Mal wieder hat ein Fonds aus dem Hause Dr. Peters, Dortmund wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Neben dem DS-Rendite-Fonds Nr.111 DS PERFORMER UND DS POWER GmbH & Co. Aframaxtanker KG hat nun auch die DS-Rendite-Fonds Nr. 120 VLCC Leo Glory GmbH &Co. Tankschiff KG wirtschaftliche Probleme. Auf unsere Beiträge zum DS-Rendite-Fonds Nr. 111 darf ich hinweisen.

Gerade bei dem DS-Rendite-Fonds Nr. 120 wurde mit dem sehr langen Chartervertrag geworben, der eine verlässliche Einnahme suggerieren sollte. Wenn man sich aber den Prospekt anschaut, so ist zu erkennen, dass die Charterraten wohl nicht so sicher sind, wie es den Anschein haben sollte. Denn die Zahlungen der Charterraten hängen von der Bonität eines Garanten ab. Letztlich könnte es egal sein, wer nun die Zahlungsverpflichtung erfüllt. Das eigentlich erstaunliche ist, dass ein Vertrag bis zum 31.10.2017 abgeschlossen wurde und jetzt nach der Hälfte der Laufzeit wirtschaftliche Probleme auftreten.

Der jetzige Zustand wurde den Anlegern mal wieder mit der Weltwirtschaftskrise aus 2008 begründet. Insbesondere mit einem angeblichen unerwarteten Nachfragerückgang bei Öl und einer völlig unerwarteten Überproduktion von Schiffen in dieser Klasse.

Beides halten wir nicht für nachvollziehbar und nur für vorgeschobene Gründe.

Maßgeblich dürften doch wohl eher die zu optimistischen Prognoserechnungen sein. Anders ist nicht zu erklären, warum mal wieder ein Fonds der Dr. Peters Gruppe in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist.

Damit stellt sich mal wieder die Frage, ob solche Fonds überhaupt noch ihre Berechtigung haben sollen. Denn die Risiken einer solchen unternehmerischen Beteiligung sind wohl grenzenlos. Selbst eine vertraglich vereinbarte Charterrate führt nicht zu einer Planungssicherheit.

Dieses dürften mal wieder Punkte sein über die der Anleger in seinem Beratungsgespräch nicht aufgeklärt wurde. So wird es von unseren Mandanten berichtet.

Jeder Anleger sollte sich nun genau überlegen, ob er an der Kapitalerhöhung teilnimmt. Das kann man nur dann ruhigen Gewissens machen, wenn man der Auffassung ist, dass die jetzige Geschäftsführung ein tragfähiges Konzept hat. Nach unserer Erfahrung im Bereich von Fonds wird der Zusammenbruch nur verschoben. Denn aus dem Konzept ist nicht ersichtlich wie z.B. die angeblich unerwarteten Überproduktionen aufgefangen werden.

Wir machen für unsere Mandanten Schadensersatzansprüche gegenüber den Vermittlern geltend, da keine anleger- und objektgerechte Beratung erfolgte.

DS-Fonds Nr. 101 Life Value I – Zocken auf den Tod?

Ende 2003/Anfang 2004 wurde der DS-Fonds Nr. 101 Life Value I durch das Dr. Peters GmbH & Co. Emissionshaus KG aufgelegt.

Mit diesem Fonds sollten ca. 150 Lebensversicherungen auf dem amerikanischen Markt über ein kompliziertes Treuhandmodell erworben werden. Die Komplexität ergibt sich daraus, dass nur amerikanische Gesellschaften in den Erwerb und die Verwaltung der Policen eingebunden sind. Diese Gesellschaften wurden durch den Emittenten als Experten dargestellt.

Leider hat sich die Expertise wohl nicht eingestellt. Denn anders ist nicht zu erklären warum den Anlegern nun endgültig offenbart wird, dass mit der Realisierung des Anlageziels enorme Schwierigkeiten verbunden sind, die, unserer Meinung nach, zu einem erheblichen Verlust bis hin zum Totalverlust der Beteiligung führen können. Seitens der Fondsgeschäftsführung wird nun von den Anlegern verlangt, dass sie nicht nur weiterhin keine Ausschüttungen erhalten sollen, sondern auch noch, dass eine Kapitalerhöhung nötig ist, um den Fonds vor einem Untergang zu retten.

Nicht klar ist, ob nicht auch noch eine Rückzahlung der Ausschüttungen droht, da diese evt. nicht aus den Gewinnen gezahlt wurden. Das ist umso ärgerlicher, da man als Anleger bereits vom Konzept her auf eine Ausschüttung im Beitrittsjahr verzichtet hatte. Dieses im Glauben das diene der Sicherheit. Selbst bei einem einfachen Sparbuch erhält der Sparer ab dem ersten Tag anteilig seine Zinsen.

Bei dem Produkt der Lebensversicherungsfonds handelt es sich nicht um eine einfache Kapitalanlage, wie ein Sparbuch. Es handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung die einer ausführlichen Beratung im Vorfeld bedarf. Insbesondere dann, wenn es sich um die erste Beteiligung dieser Art handelt.

Nach unseren Erkenntnissen handelt es sich bei der Schieflage um ein hausgemachtes Problem. Hier waren wohl die Prognoserechnungen zu optimistisch. Anders lässt sich nicht erklären, warum auch in anderen Fonds der Dr. Peters-Gruppe finanzielle Schwierigkeiten auftraten auch wenn es sich um andere Produktgruppen handelt.

Unsere Überprüfung hat ergeben, dass die Höhe der zu zahlenden Provisionen, also der weichen Kosten, für den Anleger missverständlich dargestellt wurde und damit auf seine Entscheidungsfindung Einfluss hatte. Dieses kann zu Schadensersatzansprüchen führen, wobei der Prüfung des Einzelfalls Vorrang einzuräumen ist.

Glück für Zwei by Hand in Hand

In diesen Tagen stellen wir fest, dass die ursprüngliche Partnervermittlungsfirma Hand in Hand GmbH mit Sitz in Koblenz nunmehr unter dem Namen Glück für Zwei by Hand in Hand GmbH firmiert. Wir stellen fest, dass hier nur eine Umetikettierung des Produktes mit Firmennamen stattfindet und ansonsten die auffällige Übereinstimmungen mit den Verträgen, welche die Firma Hand in Hand geboten hat, bestehen. Im Hinblick auf die handelnden Personen stellen wir gewisse Namensidentitäten fest, dies gilt nicht zuletzt für die Geschäftsführerin.

Im Übrigen stellen wir des Weiteren fest, dass von Glück für Zwei mittels Zusatzvereinbarungen, die angeboten werden, der ,,Ausschluss des Kündigungsrechtes'' erfolgen kann. Wir haben Zweifel an der Wirksamkeit einer derartigen Vertragsgestaltung.

Auch in Bezug auf ,,Glück für Zwei'' by Hand in Hand beraten wir Sie gerne zu rechtlichen Fragen die im Zusammenhang mit der Unterzeichnung derartiger Verträge auftauchen.

Prime Select AG München stellt Renditezahlungen ein

Die Firma Prime Select AG kauft Lebensversicherungspolicen von solchen Kunden, die sich von diesen Kapitalanlagen trennen möchten. Bundesweit waren Anlageberater für die Prime Select AG unterwegs, die dem Kunden ein lohnendes, renditeträchtiges Geschäft für den Fall der Übertragung seiner Rechte auf die Prime Select AG versprachen. In einem hier vertretenen Falle eines Anlegers wurden von der Prime Select AG zugesagte monatliche Renditezahlungen ohne weitere Erklärung 2011 eingestellt. Nach einer Übertragung eines Wertes von gut 50.000,00 € gab es in diesem Fall nach wenigen Jahren ein böses Erwachen für den Kunden.

Jetzt muss die Öffentlichkeit erfahren, dass die Prime Select AG insolvent ist. Am 14.03.2012 hat die Gesellschaft bei dem Amtsgericht München zu dem Az.: 1504 IN 798/12 eine ,,vorläufige'' Insolvenz angemeldet. Es steht zu befürchten, dass die Anleger von der ,,Masse'' nichts mehr erhalten. Die Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht München hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil möglicherweise der Verdacht eines eingerichteten ,,Schneeballsystems'' nicht von der Hand zu weisen ist. Das bedeutet, dass Zahlungsansprüche von Altkunden immer nur dann ausgeglichen werden konnten, wenn neue Verträge abgeschlossen wurden und damit neues Geld in die Kassen von Prime Select floss.

Die Anleger stehen aber nicht aussichtslos da, weil teilweise angesehene Vermittlungsgesellschaften diese Form der Kapitalanlage den Privatanlegern ans Herz legten und vermittelten. Wir haben nach hier gewonnenen Einsichten feststellen müssen, dass die Beratungen der Einzelanleger durch professionelle Vermittler in vielen Fälle einer rechtlichen Überprüfung im Hinblick auf Beratungsverschulden nicht standhalten. Es stellt sich in vielen Fällen die Frage, ob dem durchschnittlichen Anleger das Anlageprodukt und die Risiken hinreichend erklärt wurden.

Immerhin wurde aus einer Kapitallebensversicherung heraus an einen Aufkäufer derselben Sparte investiert. Wir sehen hier keine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Anlegers durch diese ,,Umschichtung'' im Verhältnis zu seinen ursprünglichen Ansprüchen gegen eine Kapitallebensversicherung.

Ob neben Ansprüchen gegen Vermittlungsunternehmen auch Ansprüche gegen ein weiteres Unternehmen, in das angebliche Kapital der Prime Select AG investiert worden sein soll existieren, bedarf ebenfalls einer genauen Prüfung.

Die Anwaltskanzlei Vogelskamp will verunsicherten Anlegern der Prime Select AG mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wir gehen davon aus, dass möglichst schnell in der gegenwärtigen Situation gehandelt werden muss, damit der Verlust der Anleger in Grenzen gehalten werden kann.

SEB ImmoInvest in der Abwicklung

Die Kanzlei hatte bereits in dem Beitrag vom 23.04.2012 auf die grundsätzlich instabile Lage vieler ursprünglich offener Immobilienfonds hingewiesen.

Leider war es nicht anders zu erwarten, dass der SEB ImmoInvest abgewickelt wird. Es war wohl nur eine vordergründige Hoffnung vieler geschädigter Anleger, dass die Öffnung des Fonds am 07.05.2012 in Ansehung der Rückgabemöglichkeit der Anleger zu einer Auszahlung der gesamten Anlagesumme führen könnte. Es ist schon erstaunlich und zutiefst zu missbilligen, dass von der Fondsgeschäftsführung noch bis zum Schluss die Parole der Wiederöffnung ausgegeben wurde, obwohl nur 30 % Prozent Liquidität im Fonds erwartet wurden. Die Anleger haben aus den letzten Krisen gelernt, nämlich, dass die Versprechen der Banken immer seltener aufgehen und jeder versucht zu retten was zu retten ist. Damit war zu erkennen, dass die 30 % wohl nicht reichen würden.

Wir haben bereits in vielen hier bestehenden Mandaten unsere Mandanten darauf hingewiesen, dass erhebliche Zweifel an der finanziellen Möglichkeit der Emittentin zur Auszahlung aller Anleger, welche die Rückgabe wünschen, reichen könnte.

Tatsächlich kam es, wie zu erwarten dazu, dass „zu viele" Anleger ihren Rückgabewillen äußerten. Im Ergebnis zeigte sich die strukturelle Finanzschwäche des Fonds in Ansehung der berechtigten Forderungen der Anleger.

Die Auflösung des Fonds war eine logische Konsequenz der Entwicklung.

Wie genau die Abwicklung und zu welchen Ergebnissen diese für den Anleger führt, ist bisher weder absehbar, noch realistisch einzuschätzen.

Wir schenken den bereits geäußerten Absichtserklärungen der Emittentin hier keinen Glauben. Welche Auswirkungen sich am Zweitmarkt für diesen Fonds ergeben, ist auch noch nicht absehbar.

Der Fonds soll bis zum 30.04.2017 aufgelöst werden. Alle Immobilien sind zu verkaufen und der Erlös an die Anleger auszubezahlen. Die erste Zahlung in Höhe von voraussichtlich 20% des Vermögens soll für Juni 2012 geplant sein.

Hier gilt das Wort: "Die Hoffnung stirbt zuletzt".

Das jetzt bei dem SEB ImmoInvest und den daran beteiligten anderen Fondsgesellschaften eingetretene Szenarium wurde in unserem Artikel vom 23.4.2012 bereits vorhergesehen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt haben wir prognostiziert, dass „im Bereich der Abwicklung keine Werte mehr erzielt werden können, die dem aufgewendeten Kapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Fonds entspricht."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wir beraten bereits eine Vielzahl Mandanten bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen die beratenden Banken.

SOS für Schiffsfonds in Not

Es häufen sich die Berichte über eine katastrophale Entwicklung des Anlagesektors "Schiffsfonds".

Wir berichten seit längerem über die zunehmende Schieflage von Schiffsfonds. In mehreren Beiträgen auf unserer Homepage beschrieben wir die erheblichen Risiken für den Anleger in diesen Fonds. Dabei verwiesen wir nach eigener Risikoanalyse und umfangreichen Recherchen auch auf Veröffentlichungen in der Fachpresse, so z.B. auf die Veröffentlichung der Zeitschrift Finanztest in der Ausgabe 5/2010. Die dort veröffentlichte Liste der schon damals notleidenden Schiffsfonds spricht für sich.

Wir haben in der Folgezeit persönlich im Rahmen der Vertretung unserer Mandanten an zahlreichen Gesellschafterversammlungen von unterschiedlichen Fondsgesellschaften teilgenommen und mussten uns durch die erhaltenen Einblicke in die Strukturen der Gesellschaften darin bestätigt sehen, dass die Risiken verharmlost werden und keine zielgerichteten Handlungsalternativen aufgezeigt wurden. Erst durch unser gezieltes Nachfragen konnten Handlungsalternativen benannt oder gar Missstände aufgezeigt werden.

Nach unserer Ansicht ist die Schuld an dem Versagen mancher Schiffsfonds nicht alleine der „Weltwirtschaft" oder „einer negativen Entwicklung der Finanzmärkte" zuzuschreiben. Mit diesem Argument wird lediglich von dem schlechten Management und fehlerhaften Konzeption abgelenkt. Denn anhand vieler selbst geführter Gespräche und eigener Risikoanalyse sind wir zu dem Schluss gekommen, dass an Krisenpunkten seitens der Manager zumindest Fehleinschätzungen der Realitäten und künftiger Entwicklungen dieses Sektors vorgenommen wurden.

Auch zeigte sich in anderen Fällen, dass bereits der Kern des Misserfolges in der Konzeptionsidee verwurzelt war.

Einen beachtlichen Anteil an der teils desaströsen Entwicklung muss den Vertrieben und Vermittlern zugeschrieben werden. Nicht selten waren an der Vermittlung Banken und Sparkassen beteiligt bei denen jeder Anleger von der Seriosität der empfohlenen Anlage ausging.

Es wurden in zu großer Zahl die „falschen" Anleger angeworben. „Gesellschafter" wurden für diesen Anlagetypus gewonnen, die bis dahin nur äußerst konservativ angelegt hatten und von der finanziellen Ausstattung nicht in der Lage waren, etwa in Krisensituationen Finanzmittel „nachzulegen". Besonders hart trifft es die Anleger die auf Empfehlung hin die Beteiligung an dem Schiffsfonds finanzierten und auf die Ausschüttungen angewiesen sind. Wer erinnert sich nicht an die Worte des Beraters: „Schiffe fahren immer. Also kein Risiko.".Es zeigt sich heute, dass Nachschuss- und Kapitalerhöhungsbedarf bei Fonds von den Anlegern nicht mehr geleistet werden können.

Zum Teil werden nun schon Ausschüttungen zurückverlangt bzw. Ausschüttungen, die als Darlehen gewährt worden sein sollen, gekündigt und zur Rückzahlung gestellt. Umstrukturierungen oder Aufstockung flüssiger Mittel sind durchgehend nicht mehr zu erreichen.

Ist also die Schieflage einmal eingetreten, gibt es keine „Rettung aus der (See)Not".

Ganz allgemein ist mit Entschiedenheit darauf hinzuweisen, dass der Anleger nicht schutzlos da steht und hilflos zusehen muss, wie sein Geld „wegschwimmt". Gesetz und Rechtsprechung geben erfahrenen und mit der Materie vertrauten Anwälten Instrumentarien an die Hand, womit es sich lohnt zu kämpfen. Die Kanzlei Vogelskamp vertritt erfolgreich eine wachsende Zahl von Anlegern, auch im Bereich von Schiffsfonds.

Deutsche Bank muss Zinsen nachzahlen

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf vom 20.07.2012 (I-16 U 149/08 – rechtskräftig) „muss die Deutsche Bank einem Kunden ergänzende Zahlung von Vertragszinsen aus dem 1984 abgeschlossenen Sparvertrag zahlen".

Der Kunde hatte 1984 mit der Deutschen Bank einen langfristigen Sparvertrag, nämlich über 20 Jahre, geschlossen.

Die Deutsche Bank wies gemäß Vertrag zu leistende Zinsen aus und verpflichtete sich zu einer „hohen Bonuszahlung von 30%" zum Ablauf der Vertragsdauer von 20 Jahren.

Diese Bonusprämie machte den Vertrag nach Ansicht der Richter des Oberlandesgerichtes Düsseldorf für den Kunden interessant, sie sollte allerdings nur anfallen, wenn der Sparvertrag über die volle Laufzeit durchgehalten wurde. Das Oberlandesgericht bewertete eine derartige Sparform als vergleichbar mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung.

Es wurde von der Bank ein Referenzzinssatz zu Beginn des Sparvertrages festgelegt.

Der Sparer erkannte, dass die von der Bank geleisteten Zins- und Bonuszahlungen im Verhältnis zu üblichen Sparformen mit entsprechendem Sparereinsatz, zu gering waren.

Der von unserer Kanzlei vertretene Sparer erzielte bereits vor dem Landgericht Wuppertal einen Teilerfolg, wonach das Landgericht die Deutsche Bank zu ergänzenden Zinszahlungen verurteilte.

Auch in der Berufungsinstanz blieb es, mit geringen Abweichungen zu dem Urteil I. Instanz, bei einer Verurteilung der Deutschen Bank zur Zahlung, weil bei Vergleichsberechnungen die Interessen des Sparers im Vertrag nicht „sachgerecht" berücksichtigt wurden.

Im Ergebnis resultiert die Verpflichtung der Bank zur Nachzahlung von Zinsen aus der Berechnung eines „angemessenen Vertragszinses" der jedenfalls höher liegt als die Berechnungen der Deutschen Bank im Rahmen des Sparvertrages, selbst wenn man die 30%-tige Bonuszahlung der Bank berücksichtigt.

Dieses Ergebnis zeigt, dass der Sparer und Bankkunde die Vorgaben einer Bank, die .auf den ersten Blick günstig im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage erscheinen, kritisch hinterfragen und auf den juristischen Prüfstand stellen sollte.

Die Kanzlei Vogelskamp ist gerne bereit, auch für Sie entsprechende Berechnung, Überprüfungen im Rahmen eines Mandatsverhältnisses vorzunehmen.

Gemeinsames Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern

Sind die Eltern eines Kindes nicht miteinander verheiratet, so hat die Mutter im Regelfall das alleinige Sorgerecht. Nun hat das OLG Braunschweig entschieden, dass ein nichtehelicher Vater gleichwohl gemeinsam mit der Kindsmutter das Sorgerecht ausüben kann. Das zuständige Familiengericht hat zu Gunsten des Kindesvaters entschieden, dass es auf den entgegenstehenden Willen der Kindsmutter nicht ankomme, sondern vielmehr die Interessen des Kindes und das Kindeswohl bei einer Entscheidung über die Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts im Vordergrund steht. So führt das Gericht in seinen Entscheidungsgründen aus, dass eine gleichberechtigte Kommunikation und Kooperation zwischen den Eltern vorhanden sein sollte. Sei hingegen eine solche nicht gegeben, diene das gemeinsame Sorgerecht auch nicht dem Kindeswohl.

Für die Kindeseltern ist daher in jedem einzelnen Fall eine gründliche Prüfung und Analyse der Situation im Hinblick auf die Auswirkungen des Umganges miteinander zu Fragen der Erziehung und Entscheidungen für das Kind erforderlich.

Wir beraten und begleiten Sie gern bei der Beurteilung in einer solch schwierigen rechtlichen Situation. Vereinbaren Sie einfach einen Termin in unserer Kanzlei!

Versicherungen müssen kräftig nachzahlen!

Die Verbraucherzentrale Hamburg bekam als Verbandsklägerin vor dem Bundesgerichtshof in einem Verfahren gegen einen deutschen Versicherer Recht.

Einzelne Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungsverträgen sind unwirksam!

Da das Urteil ( IV ZR 201/10) über den Einzelfall hinaus allgemein Rechtsgültigkeit hat, dürften tausende Versicherungsverhältnisse betroffen sein.

Oftmals werden private Lebens- oder Rentenversicherungen vorzeitig gekündigt. Die vorzeitige Kündigung führt dazu, dass der Kunde in vielen Fällen kaum etwas von seinem bis dahin eingezahlten Geld zurückerhält. Grund hierfür sind hohe Abschlusskosten und nachteilige Verrechnungen. Der Versicherungsnehmer zahlt nämlich zunächst mit seinen Prämien die Provisionen für die Vertreter, bevor sie überhaupt mit dem Sparen beginnen. Wird der Vertrag dann vorzeitig gekündigt, erhält der Kunde nur einen sehr geringen oder manchmal auch gar keinen Rückkaufswert.

Der Bundesgerichtshof hat nun die von Versicherungsunternehmen verwendeten Klauseln betreffend Rückkaufswerte, Stornoabzug und Verrechnung von Abschlusskosten (sog. Zillmerung) für unwirksam erklärt. Das bedeutet, dass viele Kunden einen Nachschlag verlangen können. Die Versicherungsbedingungen, nach denen die Abschlusskosten zunächst mit den Beiträgen verrechnet werden, sind unwirksam. Sie benachteiligen den Versicherungsnehmer unangemessen. Die von den Versicherungsunternehmen praktizierte Zillmerung (also die Verrechnung von Abschlusskosten mit Beiträgen) führt dazu, dass der Kunde, der seinen Vertrag bereits nach wenigen Jahren und vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündigt, nur einen sehr geringen oder gar keinen Rückkaufswert erhält. Die Verwendung solcher Klauseln ist jedoch nicht rechtens, so der BGH. Die Klauseln verstoßen gegen das Transparenzgebot.

Es wurden zudem auch Klauseln in Versicherungsverträgen für unwirksam erklärt, die nicht hinreichend deutlich zwischen dem im Falle einer vorzeitigen Vertragsbeendigung nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik zu berechnenden Rückkaufswerte einerseits und andererseits dem oft willkürlich erscheinenden „Stornoabzug" differenzieren. Auch stellt der BGH klar, dass ein etwaiger Stornoabzug für vorzeitig gekündigte Versicherungsverträge angemessen sein muss.

Wir arbeiten eng mit der Verbraucherzentrale Hamburg, dort Frau Edda Castello, als deren Verweisanwälte im Versicherungsrecht zusammen. Im Einzellfall stimmen wir unsere Maßnahmen mit der Verbraucherzentrale Hamburg ab.

Wir sind gerne bereit, auch Ihre Ansprüche aus Versicherungsverträgen zu überprüfen. Sollten Sie Ihre Versicherung bereits gekündigt haben und nur einen geringen bzw. gar keinen Rückkaufswert erhalten haben, haben Sie möglicherweise Anspruch auf Nachzahlung. Bei der Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber Ihrer Versicherung helfen wir Ihnen!